10.04.2025 / Schreib-Werk-Stadt

Ein grünblaues Sommer-See-Verliebtsein-Kleid

Unter strahlender Sonne und mit Blick auf das Wasser traf sich unsere Schreib-Werk-Stadt mit der Autorin und Künstlerin Sarah Rinderer auf den Sunset-Stufen beim Molo. Inspiriert von Georges Perecs radikaler Alltagsbeobachtung – seinem dreitägigen Sitzen am Place Saint-Sulpice im Oktober 1974, bei dem er akribisch alles notierte, was „keine Bedeutung hat“ – eröffneten wir einen Raum für genau dieses bewusste Hinsehen, Hinhören und Wahrnehmen.

Sarah gab Schreibimpulse wie:
„Was ich hinter mir wahrnehme“„Schreibe über Farben in deinem Blickfeld“„Natürliches und Künstliches“„Weite und Enge“„Was du hörst, riechst, fühlst“.

So entstanden poetische, witzige, ruhige und philosophische Texte: kleine Beobachtungen voller Sinnlichkeit, die visuelle Eindrücke mit Gefühlen verbanden, Gegensätze beleuchteten und Momente der Freude, Stille oder des Wegdriftens einfingen.

In einer offenen Feedbackrunde unter dem Motto „Als Leserin bräuchte ich…“ wurden die Texte miteinander geteilt, wertschätzend besprochen und weitergedacht. Zum Abschluss entstand eine gemeinsame kleine Publikation – mit Linien, Zeichnungen und Textfragmenten –, die alle als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.

Es war eine besonders feine, offene Atmosphäre – geprägt von Aufmerksamkeit, Austausch und Leichtigkeit.

Ein herzliches Dankeschön an Sarah Rinderer für diesen kreativen Workshop – und an alle, die mitgeschrieben, mitgefühlt und mitgestaltet haben!

Bilder